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Das Geburtstrauma aus Sicht des Kindes - Teil 2a - geplanter Kaiserschnitt Physiologische und Psychologische Ansichten

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Das Geburtstrauma aus Sicht des Kindes Teil 2b Notkaiserschnitt

February 21, 2018

Das Geburtstrauma aus Sicht des Kindes
Teil 2b

Physiologische und Psychologische Ansichten

 

Notkaiserschnitt

 

 

 

Das Baby hat bereits schon einen Teil des Weges geschafft und die natürliche Geburt muss aus medizinischen Gründen abgebrochen werden.

Gründe hierfür können ein Geburtsstillstand oder ein lebensbedrohlicher Zustand von Mutter oder Kind sein.

Ein Notkaiserschnitt kann von Babys traumatischer empfunden werden als ein geplanter Kaiserschnitt. Dafür gibt es viele Faktoren. Zum einen sitzt der Kopf meist schon tief im Becken und kann festsitzen und es braucht vom Arzt aus einen größeren Kraftaufwand diesen Kopf zu befreien. Zum anderen hat sich das Kind schon auf den Weg gemacht und möchte diesen wichtigen Weg natürlich alleine schaffen. Für das Kind ist es nicht nachvollziehbar, wenn die natürliche Geburt abgebrochen werden muss.

Herrscht eine Notsituation vor, wenn es zum Beispiel um das Leben von Mutter und Kind geht, ist diese Situation von Hektik und oft auch Panik begleitet. Das Baby kann die Ängste, Hektik und Panik  spüren, es kann diese Situation aber nicht einordnen. Dies kann große Ängste in ihm hervorrufen.

 

 

 

Außerdem hat es bei der anschließenden schnellen Operationsabfolge nicht die Möglichkeit, das Geschehene zu verarbeiten. Bei einer natürlichen Geburt kann es dafür die Wehenpausen nutzen.

 

Diese prägende Erfahrung kann sich auch im späteren Leben unterschiedlich zeigen. Bei einigen Kindern kann es sich in Wutanfällen zeigen, wenn man eine Tür vor ihnen zumacht und sie nicht hindurch dürfen.

Treten Hindernisse auf oder wird eine Situation schwieriger kann es die unbewusste Erwartung geben, dass man gerettet wird oder aber eine Wut auf Eingreifende hervorrufen. Bei Kaiserschnittkindern beobachtet man auch häufiger, dass das Krabbeln ausgelassen wird.

 

Viele Eltern von Kaiserschnittkindern berichten auch, dass ihre Sprösslinge gerne über ihre Grenzen gehen, bzw. ihre Grenzen im familiären und nicht familiären Umfeld suchen.

Sie fordern ihre Eltern gerade zu heraus, dass sie ihnen Grenzen setzen.

 

Die Pränatalpsychologen begründen es damit, dass das Baby durch die Wehen, besonders die Austreibungswehen, eine sehr wichtige  körperliche Begrenzung erfährt, ein Druck welcher Sicherheit gibt. Das Baby lernt seine körperliche, aber auch innere Grenze spüren. Fehlt diese wichtige Erfahrung, kann das Kind diese Grenzerfahrung unbewusst in seinem Umfeld suchen.

 

 

Der prä- und perinatal Psychologe Karlton Terry beschreibt verschiedene Glaubenssätze, die ein Kind aufgrund seiner Geburtserfahrung entwickeln kann.

 

Unter anderem:

  • Mit mir kann jeder machen, was er will

  • Ohne Hilfe stehe ich schwierige und wichtige Dinge nicht durch

  • Ich bin nicht in der Lage, etwas alleine zu beenden

  • Ich bin nicht stark genug

  • Ich habe es nicht verdient, die Dinge auf meine Art zu tun

  • Egal wie schlimm es wird, irgendetwas oder irgendjemand wird kommen, um mich zu retten

  • Warum sollte ich mich anstrengen, etwas Wichtiges zu erledigen, wenn am Ende sowieso jemand kommt und alles zerstört

 

                                               (Karlton Terry, 2015,Vom Schreien zum Schmusen, Vom Weinen zur Wonne)

 

 

 

Beachtet man diese überwältigende Erfahrung, die ein Säugling gemacht hat, so kann man vielleicht seine Tränen jetzt besser verstehen und ihn dabei liebevoll unterstützen, wenn die Erinnerungen hochkommen und es von seiner Geburt erzählen möchte. Die Babytherapie ist eine Möglichkeit, dass das Baby seine Erfahrung in einem geschützten Rahmen zusammen mit seinen Eltern aufarbeiten und integrieren kann.

 

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Praxis für Osteopathie und Naturheilkunde

 

Arlena Honisch

Heilpraktikerin

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